16.02.2012 Hessen: Anzahl der Diabetesfälle steigt dramatisch an

In Hessen ist die Zahl der Diabetesfälle in der vergangenen Dekade in großem Ausmaß gestiegen. Die Krankheitshäufigkeit (Prävalenz) stieg in den Jahren 2000 bis 2009 von 6,5 auf 9,7 Prozent, was einer Steigerung von 49 Prozent entspricht.
Dies geht aus den Ergebnisse der repräsentativen Datenerhebung Versichertenstichprobe AOK Hessen/KV Hessen hervor, die seit dem Jahr 1998 vom PMV Institut der Universität Köln kontinuierlich durchgeführt und vom Hessischen Sozialministerium finanziell gefördert wird.
12-prozentige Prävalenz bei Frauen ab 60 Jahren
In absoluten Zahlen war der höchste Anstieg bei Menschen ab 60 Jahren zu beobachten. Bei Frauen in dieser Altersgruppe beträgt die Prävalenz nunmehr 12 Prozent und hat damit, so die Kassenärztlichen Vereinigung Hessen, dramatische Ausmaße erreicht.
„Noch vor einigen Jahren war es undenkbar, dass die 10-Prozent-Marke geknackt wird. Da liegen wir nun deutlich darüber“, äußern sich die beiden Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen, Frank-Rüdiger Zimmeck und Dr. med. Gerd W. Zimmermann, in einer Pressemitteilung der Organisation.
Zukunftsinitiative Diabetes
Sechs Mainzer Institutionen und Firmen bilden zusammen die „Zukunftsinitiative Diabetes“.














