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19.08.2010 Erneuerung der Knochenmasse beeinflusst Glukagon-Werte

Das Hormon Osteocalcin beeinflusst die Glukose-Werte und wird bei der regelmäßigen Erneuerung der Konchenmasse freigesetzt. Ist letztere gestört, könnte Diabetes entstehen, zeigt eine Studie.

Die permanente Veränderung der Knochenmasse unseres Skeletts spielt eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung gesunder Glukose-Werte im Blut. Dies fand ein Forscherteam des Columbia University Medical Centers heraus.

Der Grund dafür ist das Hormon Osteocalcin, schreibt die Nachrichtenagentur Pressetext. Bereits in einer früheren Studie konnte seine regulierende Wirkung auf die Glukose-Werte nachgewiesen werden.

Osteocalcin ist fester Bestandteil des Knochengerüsts und sorgt für die Aktivierung der Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse. Die aktuellen Versuche weisen nach, dass das Hormon aber nur dann arbeiten kann, wenn die bestehende Knochenmasse regelmäßig erneuert wird und damit die ausreichende Freisetzung von Osteocalcin gewährleistet ist.

Diabetes durch Defekt im Skelett?
Es scheint also möglich zu sein, dass Diabetes bei manchen Patienten durch einen Defekt im Skelett ausgelöst wird. Auch knochenstärkende Medikamente könnten dann Probleme mit dem Blutzucker hervorrufen. Andererseits besteht nun die Hoffnung, dass Medikamente, die die Knochenerneuerung stimulieren, zu einer Verbesserung der Behandlungsmöglichkeit von Diabetes beitragen könnten.

Anna Pfützner

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